Erfahrungsberichte
...unserer Teilnehmer
Toni - ein 'Toller' auf dem Weg zum Therapiebegleithund (09/2022)
Als Toni zehn Monate alt war, habe ich mit der Ausbildung zum Therapiebegleithunde-Team (TBT) begonnen. Ja, es ist ein sperriger Begriff, für mich aber aussagekräftiger als «Schulhund» oder «Therapiehund». Schliesslich befinden wir beide uns als Team in Ausbildung – ich manchmal gefühlt mehr als er.
Die Eignungsprüfung fand auf Anjas Gelände in Konstanz in entspannter Atmosphäre statt. Nachdem Anja Toni als zur Ausbildung geeignet befunden hatte, konnten wir mit der Ausbildung beginnen und direkt mit den Inhalten starten, die ich für die spätere Praxis brauche.
Neben der Theorie lernen Toni und ich also unter Anderem das Tragen und Aufräumen verschiedenster Gegenstände, das Bringen von Gegenständen oder Bildkarten zum Kind, das Drehen am Glücksrad, das Buzzern, das Würfeln, das Berühren von Targets oder Gegenständen mit der Schnauze oder der Pfote, das geduldige Zuhören beim Vorlesen und vor Allem: das ruhige Warten auf der Decke zwischen den Übungen. Was nicht unbedingt nach einem Hexenwerk klingt, kann für einen Junghund (und noch dazu einen Toller) höchst anspruchsvoll sein. Nach und nach werden die einzelnen Aufgaben aneinander gereiht und der Einsatz des Hundes dann auch im Arbeitsumfeld ausprobiert. Wie Tonis Einsatz konkret aussehen wird, besprechen Anja und ich vorgängig. Wir überlegen, bei welchem Kind er welche Aufgabe übernehmen kann und wie wir diese aufbauen können. Anjas riesiger Erfahrungsschatz hilft mir hierbei enorm und sie gibt mir viele Denkanstösse mit auf den Weg.
Eine grosse Hilfe ist es, wenn die kurzen Trainingseinheiten aufgenommen werden. Unglaublich, was wir Menschen uns manchmal für kleinste Bewegungen, Blicke oder Gesichtsentgleisungen angewöhnt haben, auf die der Hund prompt reagiert. Wie bereits erwähnt, lernt man viel über sich, über seinen Hund und über die Kommunikation untereinander, wenn man so eine Ausbildung absolviert. Diese intensive Zusammenarbeit veranlasst auch immer wieder Hundebesitzer, die keinen sozialen Beruf haben dazu, sich zum TBT ausbilden zu lassen. Da der Therapiebegleithund (in Ausbildung) viel Kopfarbeit leisten muss, ist es wichtig, ihn körperlich anderweitig angemessen auszulasten. Wir gehen viel gemeinsam wandern, joggen, Fahrradfahren oder schwimmen. Der "junge Mann" ist nun berufstätig und es liegt alleine an mir, mich um sein Wohl zu kümmern und für Ausgleich in der Freizeit zu sorgen. Auch kleine Einheiten Nasenarbeit in der Freizeit hat uns Anja empfohlen, als wir dies einmal ausprobiert hatten und gemerkt haben, dass Toni darauf total abfährt.
Das Allergrossartigste an der gemeinsamen Ausbildung ist, dass nur wir zwei im Fokus stehen. Anja steht alle zwei Wochen eine ganze Stunde lang nur uns zur Verfügung. Dies war auch der Grund, warum ich eine private Ausbildung bevorzugt habe und keine im Gruppensetting in einem Verein oder einem Club. Keinesfalls möchte ich absprechen, dass diese Ausbildungen weniger sinnvoll oder qualitativ sind, allerdings erlebe ich die individuelle Ausbildung als extrem intensiv, wie es in einer Gruppenausbildung schlichtweg nicht leistbar wäre. In der Gruppe müssen alle Mensch-Hunde-Teams die gleichen Herausforderungen meistern, auch wenn diese beim späteren Arbeitseinsatz nicht mehr von Relevanz sein werden. Niemals würde Toni zum jetzigen Zeitpunkt für 45 Minuten ruhig auf einem Krankenhausbett liegen bleiben, ohne nicht jede Sekunde bei mir mit seinen Blicken nachzufragen, was er denn nun eigentlich apportieren oder wo er draufdrücken darf. Auch neben einem Rollator herzutrotteln ist eine Aufgabe, die er momentan nicht lernen muss. Wir können uns wirklich auf die Aufgaben fokussieren, die er später mit Freude ausführen darf und die auch wirklich im logopädischen Setting sinnvoll sind.
Nach jedem Training bei Anja fahre ich glücklich und zufrieden nach Hause, weil ich so vieles mitnehmen kann und jedes Mal mehr über mich, meinen Hund und uns beide als Team lerne – für die Arbeit und auch für unseren Alltag. Zum Beispiel wie ich erkenne, wann Toni Sonnenbrille und Goldkette trägt und was «sexy Öhrchen» sind. :-)
Ich freue mich wahnsinnig, wenn wir dann nach etwa einem Jahr hoffentlich erfolgreich die Abschlussprüfung bestehen werden und Toni meine therapeutische Arbeit bereichern wird.
Ziva hat mit mir die Ausbildung begonnen als sie einjährig war. Sie ist ein Labrador-GoldenRetriever-Mischling, sprich eine Goldador. Als ich sie geholt habe, durfte ich sofort ihren ruhigen, zutraulichen und sozialen Charakter kennenlernen. Somit war für mich klar, dass ich gern mit ihr die Ausbildung zur Schulhündin absolvieren möchte.
Da mir die Ausbildungsmodelle in der Schweiz nicht zugesagt haben, bin ich durch meine Nachbarin auf CanemPede aufmerksam geworden. Die unkomplizierte, offene und ehrliche Art von Anja hat mich sehr positiv gestimmt, und somit haben wir direkt vor Ort den Wesenstest gemacht. Diesen hat Ziva mit Bravour bestanden. Damit war für uns klar, dass wir die Ausbildung in Konstanz bei CanemPede machen möchten.
Dass Treffen in Abstand von zwei Wochen war für mich ideal. Die Ausbildung selbst habe ich mit Carina gemacht. Besonders gut gefallen hat mir der persönliche und individuelle Trainingsplan. So lernen Ziva und ich genau das was für uns in der Schule relevant ist. Wir haben als Team nicht nur grossartige Tricks wie Buzzern, Glücksrad drehen, den Kopf zur Beruhigung auf den Schoss legen oder Würfeln gelernt, sondern konnten auch unsere Beziehung zueinander noch weiter stärken.
In der Ausbildung habe ich gelernt, ihre Körpersprache zu lesen und kann somit nach ihren Bedürfnissen und Wünschen agieren. Dies ermöglichst es uns, im Schulalltag sicher und motiviert die Schülerinnen und Schüler zu begleiten.
Das Eins-zu-Eins-Training ist ideal für ein Ausbildung zwischen Mensch und Tier. Aus diesem Grund konnten Ziva und ich effektiv und präzise arbeiten und daraus mehr mitnehmen als "nur" Hundetricks. Ich bin sehr glücklich mit der Ausbildung und kann sie nur weiterempfehlen.
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